Hallo,
auch ich bin wieder wohlbehalten zu Hause angekommen. Ich war auch nur 6,5 Stunden unterwegs, wobei ich davon eine halbe Stunde auf den eigentlich letzten 30 km verdaddelt habe, die sich dann auf knapp 70 km ausgeweitet haben: irgendwie sind bei uns in jedem zweiten Ort die Ortsdurchfarten gesperrt und irgendwelche Vollpf.... stellen offensichtlich einfach nur irgendwelche Schilder hin ohne das Hirn vorher einzuschalten: Ich bin einer Umleitung nachgefahren, stand nach rd. 8 km Landstraße - äh geteerter Feldweg würde es eher treffen - vor der nächsten gesperrten Ortsdurchfahrt und diese Umleitung zeigte in die Richtung, aus der ich gekommen war.

Ich hätte demnach unendlich hin- und her fahren können.
Ich bin dann einfach frei Schnauze gefahren, WernerWerner (TomTom) findet ja immer einen neuen Weg (der dann an der nächsten gesperrten Ortsdurchfahrt zu Ende war, grmpf). Ich sollte links abbiegen, aber da führten nur zwei Treckerspuren auf den Acker

, von einem Weg, geschweige einer abzweigenden Straße, war weit und breit nichts zu sehen. Und eines habe ich am letzten Wochenende (zum Glück nicht aus eigener Erfahrung) gelernt: niemals ohne jemanden, der einen rausziehen kann, ins Gelände fahren. Schon zweimal nicht, wenn kein Mobilfunk-Empfang gegeben ist.
Plötzlich war ich fast an der Mosel, irgendwie ganz verkehrt. Ich habe Kuhkäffer gefunden, von denen ich nicht erahnt hatte, dass es diese bei uns in der Nähe gibt

Und ca. 7 km vor dem mittlerweile sehnlichst erwarteten Ziel kam ich an eine T-Kreuzung, eigentlich hätte ich den Fotoapparat zücken müssen: Ein Schild mit der Aufschrift "Umleitung" zeigte nach rechts und ein weiteres mit dem identischen Text zeigte nach links.

Glücklicherweise kannte ich mich ab hier wieder aus ...
Von dem Treffen war und bin ich ganz begeistert, so viele nette Leute auf einem Haufen findet man selten. Vielen Dank, dass ich mit offenen Armen in Euren Kreis aufgenommen wurde. Ich finde es außerordentlich bemerkenswert, was die GOs (Großen Organisatoren) auf die Beine gestellt haben: das Lager war optisch ein Hingucker, und meine Kiddies entsprechend traurig, weil sie nicht dabei waren.
Das GT war sehr beeindruckend für mich. Vielen herzlichen Dank noch ein Mal an "90er" dass Du Dir die Zeit genommen hast und uns alles so gut erklärt hast. An alle, die sich zwar angemeldet hatten, aber nicht teilgenommen haben (aus welchen Gründen auch immer): Ihr habt wirklich was verpasst.
"90er" hat viel erklärt, viel "machen" lassen und ich bin nachträglich froh, dass sich kein Freiwilliger geopfert hat, meinen Beifahrer zu spielen um im Notfall einzuspringen. So musste ich selber durch und konnte über mich hinauswachsen. Nie im Leben hätte ich gedacht, dass ich mich traue zu fahren, wo ich dann tatsächlich hoch, runter sowie durch bin.
(Ich konnte mir ja nicht die Blöße geben zu kneifen)
Ich war sehr aufgeregt, und "90er" ist wunderbar auf mich eingegangen. Auch Brakelmann nebst Sohnemann hat immer wieder gewartet, wenn ich (als Nachzüglerin) den Rat: "So langsam wie möglich, so schnell wie nötig", zu wörtlich genommen und somit den Anschluss an meine kleine Gruppe verloren habe, auch ein herzliches Danke an Dich. Ich bin noch immer ganz von den Socken, was das Auto alles alleine macht!
Das war das beste GT, an dem ich bisher teilgenommen hatte

Und ich verspreche, dass ich im Gelände versuche meine Reflexe zu unterdrücken. Unsere "diebische Elster" ist offensichtlich geländefest. Sie hat auf ihrer Decke gelegen und sich in den Schlaf schaukeln lassen.
Ich habe sehr viel Spaß gehabt und es keine Sekunde bereut, dass ich den Mammutritt in den Mammutpark auf mich genommen habe. Jedoch, wenn ich noch ein Mal ohne Begleitpersonen (und dementsprechend ohne Zelt) komme, werde ich mein Auto ein wenig modifizieren müssen, um etwas bequemer schlafen zu können (war doch ein ziemlich hartes Nachtlager) und nicht morgens und abends komplett umräumen zu müssen. Aber auch hier konnte ich mir einige Anregungen holen, wie ich ohne großen Aufwand einen großen Komfortgewinn erzielen kann.
Das Wetter ist glücklicherweise nicht so disaströs gewesen, wie mir meine Wetterapp prophezeit hatte. Also, wer nicht gekommen ist, weil für Freitag und Samstag Regen vorhergesagt war: selber schuld! Es zählt nicht das Wetter, sondern die richtigen Leute, und die waren in jedem Fall dabei. Samstag war dollstes Wetter, die Nächte waren nicht sonderlich kalt und morgens fand ich es auch erstaunlich mild. Ich habe keine Nacht gefroren, trotz dass ich weder Heizung noch Heizdecke hatte, und Frostbeule mein zweiter Vorname ist (mein dritter Vorname ist Schisshase

)
Hier nun ein Teil der Fahrzeuge, die vor Ort waren. Leider mussten einige schon vor dem Gruppenfoto abreisen.
Für mich das erste Treffen, aber sicher nicht das Letzte!