Getriebe abdichten - mit zusätzlicher Flüssigdichtung

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SnowF
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Getriebe abdichten - mit zusätzlicher Flüssigdichtung

Beitrag von SnowF » 25.02.2019, 18:12

Moin zusammen.
Ich wollte hier mal ein paar Erfahrungen austauschen, auf welche Flüssigdichtung Verlass ist.
Ich habe mittlerweile schon einige ausprobiert um unter anderem die Einspritzpumpe vom 2.5er Sauger zu dichten oder z.B. auch die LT230 Verteilergetriebe. Bei allen natürlich mit der dazugehörigen Papierdichtung dazwischen.
Meine Erfahrungen hierzu:
Handpumpe und Unterdruckpumpe 2.5er Sauger- mit Hylomar M
Habe ich gemäß Herstellervorgaben auslüften lassen, danach Teile mit dem korrekten Drehmoment montiert, hält bis heute super dicht.

Einspritzpumpe 2.5er Sauger - mit Hylomar
Ebenfalls komplett zerlegt, neue Papierdichtungen, Hylomar aufgetragen, ablüften lassen, zusammengebaut. Ein Tag nach der ersten Testfahrt war sie an der Unterseite wieder mit Diesel benetzt.

LT230 Getriebe Nr.1 (meins) - mit Kim-Tec RTV300 Dichtmasse (Silikonbasis)
Nach der erfolgreichen Fehlerbehebung im Getriebe und dem Zusammenbau und Dichten mit RTV300 hielt es ca. zwei Wochen dicht, danach fing es wieder an erst einen leichten Ölfilm an der Unterseite zu bilden und später zu tropfen. Es wurde genau nach den Vorgaben verarbeitet, Drehmoment war auch korrekt. Vorher war es immer dicht und es waren rote Flüssigdichtungsspuren (noch von der Army vermutl.) beim ersten Zerlegen erkennbar (vlt. DIRKO HT oder ähnliches???)

LT230 Getriebe Nr.2 (vom Kumpel) - mit Hylomar M
Nachdem ich im Getriebe alle Lager erneuert, neu geshimt und eingestellt habe, entschied ich mich diesmal für Hylomar M. Aufgetragen, antrocknen lassen und mit dem korrekten Drehmoment die Teile, mit Papierdichtung zwischen, verbaut.
Diesmal war es ca. 1,5 Monate perfekt dicht, jetzt sucht sich scheinbar wieder etwas Öl den Weg ans Tageslicht.

Heckachsen Differnzial Ölablassschraube - Hylomar M
Letztes Jahr habe ich das erste mal das Heckachsenöl getauscht, die Ablassschraube wurde scheinbar mal zu fest angezogen und hielt somit nicht mehr richtig dicht... immer wieder schön, von sowas überrascht zu werden. Naja,nachdem Teflonband ca. 1 Woche dicht hielt, habe ich mich erneut für Hylomar entschieden. Schraube raus, entölt und gereinigt, Hylomar drauf, bis heute dicht.

Zusammenfassend kann ich für meine Erfahrung also sagen, bei Hylomar war es immer 50:50 Chance, Silikondichtmasse fand ich jetzt nicht so gut, vlt. lag dies aber auch am falschen Hersteller....

Da mein LT77 Schaltgetriebe seit längerem ölt, werde ich mich in naher Zukunft an dieses ran machen. Zerlegen, neue Lager und Synchros rein (kann ja nach 208000km mal neu) und dann wieder abdichten. Nur womit diesmal, ohne nach einer Woche das Teil erneut zu dichten. Dichtpapier hole ich wie gewohnt bei Ashcroft.

Wie sind hier so die Erfahrungen?
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zbv500
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Re: Getriebe abdichten - mit zusätzlicher Flüssigdichtung

Beitrag von zbv500 » 25.02.2019, 18:25

Ich verwende für fast alles Hylomar. Die Ölwanne habe ich zum Schwungradgehäuse hin mit Omnivisc abgedichtet.
Das Problem sind aber speziell im Getriebebereich gar nicht die DIchtflächen sondern her die Wellendichtringe bzw. eingelaufene Wellen. Beim VTG kommt das Öl fast immer aus der Zwischenwelle auf der die großen Zahnräder sitzen. Die Welle steckt nur mit einem O-Ring abgedichtet im Getriebegehäuse...
Abhilfe schaft da nur ausbuchsen, aber wer will sich das schon antun :roll:
Das rote Zeug das original verwendet wurde scheint mir auch von Dirko zu sein, zumindest sieht das ähnlich aus. Ist aber ätzend wenn man das nach einer Reparatur wieder runterpulen muss.
Gruß,
Christian

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SnowF
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Re: Getriebe abdichten - mit zusätzlicher Flüssigdichtung

Beitrag von SnowF » 25.02.2019, 18:32

Ja das runterpulen war nahezu unmöglich. Habe bei der Zwischenwelle extra dicke O-Ringe verwendet, die scheint auch dicht zu sein. Das Öl kam bei mir aus dem großen Deckel.
Bei meinem LT77 scheint der hintere Simmering richtig undicht zu sein (hatte kurzzeitig ATF drauf und das lief zwischen SG und VTG richtig raus) und alle Zwischendichtungen.
Habe schon überlegt auch die rote Dirko zu nehmen, die scheint ja gut zu dichten und wenn ich das LT77 erstmal überholt habe, muss es hoffentlich nie mehr auf :lol:
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Re: Getriebe abdichten - mit zusätzlicher Flüssigdichtung

Beitrag von zbv500 » 25.02.2019, 18:45

Probier mal Omnivisc. Das dichtet wirklich sehr gut und geht auch gut wieder ab ( ist auf Silikonbasis).
Gruß,
Christian

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